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Glossar · concept

Cycle Stock

Durchschnittlicher Bestand zur Deckung der normalen Nachfrage zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bestellungen — die Hälfte der Bestellmenge, Q/2.

UmlaufbestandArbeitsbestandLot-Size Stock
Cycle Stock (Umlaufbestand) ist die Bestandskomponente, die zu Beginn jedes Bestellzyklus eintrifft und bis zur nächsten Wiederbeschaffung linear verbraucht wird. Unter den klassischen Wilson-Annahmen (1934) — konstante Nachfrage, sofortige Einlieferung — springt der Bestand bei Wareneingang auf Q und fällt linear auf null, sodass der durchschnittliche Umlaufbestand Q/2 beträgt. In der Bestandszerlegung ist er das Pendant zum Sicherheitsbestand: mittlerer Gesamtbestand = Umlaufbestand + Sicherheitsbestand + ggf. Transit- und Saisonbestand. Die Größe des Umlaufbestands hängt direkt von der Bestellmenge ab, also ist die EOQ-Entscheidung in Wirklichkeit eine Entscheidung über den Umlaufbestand. Große Bestellmengen — wegen Lieferanten-MOQ oder Mengenrabatt — blähen den Umlaufbestand auf; kleine, häufige Bestellungen schrumpfen ihn, erhöhen aber Bestellkosten und Lieferanzahl. Die Unterscheidung ist im KMU-Reporting wichtig: 'zu viel Bestand' bedeutet meist hohen Umlaufbestand (also ein Mengen- oder Häufigkeitsproblem), 'ständige Fehlmengen' bedeutet zu geringen Sicherheitsbestand. Beide Komponenten haben unterschiedliche Stellhebel und damit unterschiedliche Lösungen. Das im Umlaufbestand gebundene Kapital (H·Q/2) und sein Lagerflächenbedarf gehören in den Budgetzyklus.
Örnek

Ein Heimtextilien-Großhändler bestellt eine Bettlaken-SKU alle 90 Tage in Losen von 1.800 Stück; durchschnittlicher Umlaufbestand = 900 Stück. Der Sicherheitsbestand beträgt 200 Stück, der Transitbestand 150 Stück (7 Tage Lead Time × 20 pro Tag) — mittlerer Gesamtbestand 1.250 Stück. Senkt der Lieferant die MOQ auf 600 Stück und wechselt der Takt auf alle 30 Tage, sinkt der Umlaufbestand auf 300, der Gesamtbestand auf rund 650, und gebundenes Kapital sowie Lagerfläche halbieren sich etwa.

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