Glossar · approach
EV Charging Scheduling
Operatives OR-Problem zu entscheiden, wann und mit welcher Leistung jedes EV einer Flotte oder Warteschlange geladen wird, unter Deadline, Netzleistungsgrenze, SoC-Grenzen, TOU-Tarif und Batteriealterungskosten.
EV-LadeplanungElektrofahrzeug-LadeplanungKoordinierte EV-LadungSmart Charging
EV Charging Scheduling ist die operative Entscheidung eines EV-Flottenbetreibers oder eines Betreibers öffentlicher Ladepunkte, über einen Planungshorizont (typisch 24-48 Stunden) die Startzeit und das Leistungsniveau (kW) festzulegen, mit dem jedes Fahrzeug der Flotte oder jedes anstehende Fahrzeug an einer öffentlichen Station geladen wird. Restriktionen: jedes Fahrzeug muss bis zu einer Deadline (Schichtbeginn am nächsten Morgen, Ende eines Termin-Fensters) einen Mindest-Ladezustand (SoC) erreichen; gleichzeitiger Gesamt-Leistungsbezug darf die Trafo-/Netzkapazität nicht überschreiten (kW-Spitzengrenze, meist mit Vertragsstrafe); SoC muss innerhalb der Batterie-Unter-/Obergrenzen bleiben; Lade-Leistungsstufen sind durch den Anschluss-Typ (AC langsam, DC schnell) begrenzt. Zielfunktion: Gesamt-Stromkosten unter einem Time-of-Use-Tarif + Spitzenstrafe + in modernen Formulierungen nach Sortomme und Mitautoren (2011) die Batteriealterungskosten (Zyklenalterung beschleunigt bei Schnellladen). Lösungsmethoden: MILP für mittlere Flotten (50-200 EVs), Lagrange-Relaxation oder Dekomposition für große Flotten, Online-Policies (heuristische Prioritätsregeln) oder Rolling-Horizon-MILP für dynamische Fahrzeugankünfte. Die Übersicht von Mukherjee und Gupta (2015) behandelt Methoden und Anwendungen ausführlich.
Örnek
Eine kommunale Kurier-Flotte mit 120 EVs lud die Nacht-Charge nach First-Come-First-Served; die Einführung eines MILP-Ladeplanungs-Moduls senkte die Monatsstromrechnung um 18% und die Spitzenstrafe um 65%, mit Batteriealterungskosten in der Zielfunktion.