Skip to content
Opt Dir

Glossar · problem

Joint Replenishment Problem

Operations-Research-Problem zur Koordinierung der Bestellfrequenzen von N SKUs, die geteilte Lieferanten-Rüstkosten (LKW-Transport, Zollanmeldung, Bestell-Setup) teilen, mit dem Ziel der Gesamtkostenminimierung (Setup plus Lagerhaltung).

Gemeinsame BestellauffüllungJRPKoordinierte Mehrprodukt-Bestandsführung
Joint Replenishment Problem (JRP) ist das Mehrprodukt-Bestandskontrollproblem, bei dem N SKUs geteilte Major-Setup-Kosten (eine LKW-Fahrt, eine Zollanmeldung, ein Lieferanten-Bestell-Setup) und individuelle Minor-(SKU-spezifische)-Setup-Kosten haben. Ziel: SKU-Bestellzyklen so bestimmen, dass die langfristige Durchschnittskosten (Setup plus Lagerhaltung) minimiert werden. Die optimale Politikstruktur enthält typischerweise eine Basisperiode T plus ganzzahlige oder Zweier-Potenz-Multiplikatoren pro Artikel (Roundy 1985). Grundmodell: Goyal (1973); aktuelle Übersicht: Khouja und Goyal (2008). Deterministische (feste Nachfrage) und stochastische (zufällige Nachfrage mit Can-Order-Politik, Atkins und Iyogun 1988) Varianten existieren. Anders als die Single-SKU (s,S)-Bestellpunktpolitik modelliert JRP explizit das geteilte Major-Setup und liefert einen koordinierten Bestellplan; für Handels-Großhandelsketten, importlastige Distribution und lieferantenkonzentrierte KMU-Händler kann es die Jahresgesamtkosten um 5-25% senken.
Örnek

Ein Möbeldistributor bezieht 400 SKUs von 8 Hauptlieferanten; ein JRP-Modell (Zweier-Potenz-Politik, 2-Wochen-Basisperiode) reduziert die LKW-Gesamtzahl um 18% und Gesamt-Bestell- plus Lagerkosten um 12%.

Wo dieser Begriff vorkommt

Esc Schließen