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Glossar · business

MOQ

Die kleinste Bestellmenge — in Stück oder Wert — die ein Lieferant akzeptiert; setzt für jede Bestellung eine harte Untergrenze unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.

Minimum Order QuantityMindestbestellmengeMBM
Die Minimum Order Quantity (MOQ) ist die kleinste Menge oder Geldsumme, die ein Lieferant pro Bestellung annimmt. Lieferanten setzen die MOQ zum Schutz ihrer Losgröße, Rüstkosten, Frachteinheit oder eines Mindestumsatzes durch. Auf der Käuferseite zwingt die MOQ die Bestellmenge auf Q = max(Q*, MOQ) — auch wenn die klassische EOQ-Lösung unter der Schwelle liegt. Im KMU-Import wiegt MOQ besonders schwer: 40-Fuß-Container-Einheit, FOB-Minimum von 5.000 USD oder 1.000 Stück pro Charge sind übliche Vorgaben. Die MOQ-Restriktion beeinflusst die EOQ-Ökonomie (#093), die gemeinsame Bestellung mehrerer Artikel (#050 Joint Replenishment) und die Lieferantenauswahl (#015) direkt. Zwei strategische Antworten gibt es: (1) MOQ akzeptieren und höhere Lagerkosten tragen — teuer bei kleiner, gleichmäßiger Nachfrage, (2) mehrere SKUs eines Lieferanten in einer Sendung bündeln und die MOQ über Artikel verteilen — abgedeckt durch das Joint-Replenishment-Modell. Manche Lieferanten akzeptieren Unter-MOQ-Bestellungen gegen Kleinmengenaufschlag; dann steht die Lagerkostenerhöhung gegen den Aufschlag. MOQ ist verhandelbar: mit wachsendem Jahresvolumen lässt sich die Schwelle gewöhnlich senken.
Örnek

Ein Schreibwarengroßhändler importiert Kugelschreiber aus Fernost; das klassische EOQ liefert Q* = 1.200 Dutzend, doch die MOQ des Lieferanten beträgt 2.500 Dutzend. Die operative Bestellung steigt auf 2.500 Dutzend, deckt acht Monate Bedarf und erhöht die jährlichen Lagerkosten um etwa 35%. Sobald das KMU vier SKUs desselben Lieferanten in eine Containerlieferung bündelt, verteilt sich der MOQ-Druck und die Gesamtkosten sinken um 18%.

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