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Glossar · approach

Overbooking Policy

Praxis, systematisch mehr Patienten (oder Reservierungen) als die Kapazität in Erwartung von No-Shows anzunehmen; in OR die Formulierung, die No-Show-Wahrscheinlichkeit gegen Warte- und Leerzeit mathematisch ausbalanciert.

ÜberbuchungDoppelbuchungSlot-ÜberbuchungAntizipative Buchung
Overbooking Policy ist die Praxis, mehr Reservierungen als Kapazität anzunehmen — historisch in der Luftfahrtreservierung von Beckmann (1958) untersucht; die moderne ambulante Anwendung formulierten LaGanga und Lawrence (2007): zusätzliche Patienten in einem Slot unter Berücksichtigung der erwarteten No-Show-Wahrscheinlichkeit. Entscheidungsvariable ist die Überbuchungsrate (max. Patienten je Slot), Restriktionen umfassen eine Obergrenze für Wartezeit + Überstunden + ein tägliches Durchsatzziel, Ziel ist das gewichtete Minimum aus erwarteter Wartezeit und Arzt-Leerlauf. LaGanga und Lawrence (2007) zeigten mit realen Klinikdaten: die optimale Rate hängt von No-Show-Wahrscheinlichkeit, dem Verhältnis von Slotdauer zu Konsultationszeit und den Kostengewichten ab; der typische Gewinn ist 8-15% Arztproduktivität und 5-10% Patientenzugang. Stochastische Erweiterung (Kim und Giachetti 2006): No-Show wird je Patiententyp und Uhrzeit variabel modelliert. Vorbehalt: aggressives Overbooking treibt Wartezeit zu stark; das vertragliche Wartezeit-Ziel sollte daher als **Restriktion** ins Modell.
Örnek

Eine Augenambulanz sieht 80 Patienten/Tag, No-Show 25%, Arzt-Stundenkosten 1.500 TRY. Bei fester Slot-Zuteilung steht der Arzt 90 Minuten/Tag still. Das LaGanga-Lawrence-Modell: in Spitzenstunden 1,3 Patienten/Slot (Wochenmittel), Wartezeit steigt von 18 auf 23 Minuten (innerhalb des 25-Minuten-Vertragsziels), Arzt-Leerlauf fällt auf 32 Minuten/Tag, 12 zusätzliche Patienten/Tag Kapazität entstehen.

Wo dieser Begriff vorkommt

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