Glossar · concept
SKU
Jede einzelne Produktvariante — nach Größe, Farbe, Verpackung oder Lieferant — die ein Bestandssystem als eigenständige Einheit unter eindeutigem Code führt.
Stock Keeping UnitArtikelnummerLagerhaltungseinheit
Eine Stock Keeping Unit (SKU) ist die kleinste Bestandseinheit, die ein Lagerverwaltungssystem für Einkauf, Verkauf und Inventur als separates Objekt behandelt. Dasselbe Produkt in unterschiedlicher Größe, Farbe, Packungsgröße oder Charge ist eine eigene SKU — ein einziges T-Shirt-Modell in S/M/L/XL und vier Farben ergibt 16 SKUs. In der Operations Research ist die SKU die Analyseeinheit fast aller Bestandsprobleme: Bedarfsprognose (#021), Bestellmengenentscheidung (#093 EOQ), (s,S)-Bestellpunktpolitik (#004), Lagerplatzzuordnung und Kommissionierreihenfolge (#041), Sortimentsplanung (#017) — alle arbeiten auf SKU-Ebene. KMU-Bestände umfassen typischerweise einige hundert bis zehntausende SKUs. Eine ABC-Analyse trennt schnell-, mittel- und langsamdrehende SKUs, und jede Klasse erhält eine andere Bestandspolitik, Inventurfrequenz und Regalplatzierung. SKUs werden physisch mit Barcode oder QR-Code gekennzeichnet, im ERP sind je SKU Kosten, Lieferant, Lead Time und Mindestbestellmenge (MOQ) hinterlegt. Neue SKUs aufnehmen heißt 'Sortimentserweiterung' und erzeugt marginale Lagerkosten; SKU-Rationalisierung — das Aussortieren von Long-Tail-Artikeln — ist deshalb eine wiederkehrende Managemententscheidung.
Örnek
Ein Eisenwarengroßhändler mit 8.000 SKUs führt eine ABC-Analyse durch: 20% der SKUs (1.600 Artikel) erzeugen 80% des Jahresumsatzes. A-Klasse wird wöchentlich gezählt und nahe der Versandzone eingelagert; die 3.200 C-SKUs werden vierteljährlich gezählt und in entfernten Regalen gelagert — der gesamte Zählaufwand sinkt um 40%.